02 montage total

MONTAGE TOTALE  setzt sich zusammen aus Elementen früherer Arbeiten, die auf Basis der Gedankenwelt von Ken Wilber in einen neuen Zusammenhang gebracht werden. Reale und phantastische Welten greifen ineinander und erzählen eine Geschichte auf mehreren sich ergänzenden Ebenen.

Es geht um existenzielle Themen wie Selbstfindung und Identität, Schmerz und Grenzerfahrung als Begleiter des Lebens, Macht und Ohnmacht des Einzelnen im gesellschaftlichen Gefüge, Gemeinschaft und Kommunikation, der Stellenwert der Natur und des menschlichen Bewußtseins sowie um den alltäglichen Prozeß des Alterns: der Vergänglichkeit des Körpers steht die Zunahme an geistigen Erfahrungen gegenüber.

Inspiriert wird diese Arbeit von der Gedankenwelt  „Ken Wilbers“, einer der größten zeitgenössischen, holistischen Theoretiker des menschlichen Bewusstseins. So spiegelt sich der Ablauf der Evolution und die Verschachtelung des Seins in der individuellen Spanne unseres Lebens wieder, sogar innerhalb von 24 Stunden durchläuft der Mensch im Ablauf von Wachen, Träumen und Tiefschlaf die Stufen der Bewußtseins-Entwicklung wie in auf- und absteigenden Wellen. Archaisch, magisch, mythisch, rational und transrational sind die Zustände, in die der Körper zu schlüpfen sucht, sich dadurch geistig erfährt und mit andern kommuniziert.

2 Jungen stellen die Jugend dar, Franz Kainrath das Alter und Shauna Macdonald, die „geplante“ Mary Stuart aus der verschobenen Linz09-Produktion, führt als weibliche Figur oder Bios in verschiedenen Stadien als roter Faden durch das Geschehen. Ebendiese Erfahrung (Edinburgh) war Anstoß für die künstlerische Übersetzung von Szene1 über die Frage nach Fremd- und Selbstbestimmung: an Stelle der übrigen Schauspieler übernehmen äußerst talentierte Schaufensterpuppen deren Part. MONTAGE TOTALE schöpft aus dem Sukkus von 12 Jahren Arbeit und bringt Elemente aus 7 Bühnenkreationen in einen neuen Zusammenhang: Splitter eines Ganzen, die sich im Verlauf des Abends mit Mitspielern verschiedenen Alters und unterschiedlicher Genres zu einem Gesamtbild verdichten und das Leben feiern.

Konzept: Marina Koraiman

Tanz: Marina Koraiman, Ulrike Hager, Alexandra Faustmann

Spiel: Shauna Macdonald (Edinburgh), Franz Kainrath, Jonas Koraiman, Jan Ögerer

Lichtdesign / Video: Rainer Kocher

Visuals: Didi Bruckmayr

Theremin / Marionette / Sensorik: Günther Gessert

Text: Ken Wilber

Konzept / Textauswahl / Foto / Grafik: Franz Durst

Schaufensterpuppen: Andrea Wetschnig

Musik: Alvin Lucier, Giancinto Scelsi, Olivier Messiaen, Thomas Köner, Giuseppe Tartini, Arcade Fire

Posaune: Michael Enzenhofer

Länge: 65min Premiere: 22.April 2009, Posthof Linz, Tanztage Labor
Ermöglicht durch: Land Oberösterreich, Stadt Linz, Posthof und Linz09 Kulturhauptstadt Europas



CAST:

Shauna Macdonald l trained at the Royal scottish Academy of Music and Drama. Theater work includes „A View from the Bridge“ (Birmingham Rep) and „Realism“ (Scottish National Theater). She has worked extensively in film and Television and is probably best known for „Spooks“ (BBC), „Wedding Bells“ (Channel Four) and her role of Sarah Carter in internationally acclaimed British horror film „The Descent“. She has recently completed filming on „The Descent: Part 2“. Having been part of the „Mary Stuart“ company Shauna is very proud to be working with the brilliant Marina Koraiman again as part of Linz09

Rainer Kocher l Lichtdesign und Video

Franz Durst l Malerei, Grafik, Design; erweiterte Beschäftigung mit Pantomime und Körpersprache. Gründung der offenen Performancegruppe „INFAM-company“. Inszenierungen (Pantomime, Tanz, Aktion, Zauberei, Kostüm und Bühnengestaltung)

Didi Bruckmayr l Multimediakünstler, Aktionist, Pausenclown

Franz Kainrath l „lang genug am Theater gewesen – nichts Wesentliches versäumt“

Ulrike Hager l nach Abschluß der HTL für chemische Betriebstechnik und einem maßgeblichen Sinneswandel Tanzstudium in Linz und Amsterdam, seit 2000 freiberufliche Tänzerin und Choreografin

Alexandra Faustmann l zeitgenössische Tänzerin, Choreografin und Pädagogin; intensive Auseinandersetzung mit Bewegungsprinzipien und Körperarbeit nach holistischen Fesichtspunkten, „improvisation as a performing art“(Montreal) hat ihre Herangehensweise an Tanz und Bewegung stark geprägt

Michael Enzenhofer l Klangbastler, Posaunist



KRITIKEN:

Getanzte Philosophie

Grundlage der ausdrucksstarken Bilder und Bewegungen sind die Theorien des US-Philosophen Ken Wilber(*1949), der als Vorreiter des ganzheitlichen Weltbildes gilt. Die Tanzcollage zeichnete den Gang eines Lebens vom temperamentvoll

herumtollenden Jungen bis zum abgeklärten Alten nach. Als „roter Faden“ führte Shauna Macdonald durch das Geschehen, bei Linz09 ursprünglich als Maria Stuart in der dann abgesagten Theaterproduktion vorgesehen. Sie symbolisierte das Leben.

Die Tänzerinnen Ulrike Hager, Alexandra Faustmann und Koraiman selbst schlüpften in verschiedene Körper und traten in Verbindung mit Gegenständen und Geräuschen, die bis zur quälenden Intensität den starken Körperausdruck begleiteten.

Beeindruckend das Zusammenspiel mit mit Schaufensterpuppen, die am Ende demontiert wurden. Video-und Lichtdesign von Rainer Kocher machten die Szenen zu Bildern einer eindrucksvollen Ausstellung.

Neues Volksblatt


Montage total, alles fließt

Die neueste Performance der Linzer Choreografin war so neu nicht, erkannte man doch Elemente früherer Arbeiten, neu zusammengesetzt und in gewohnter Koraiman'scher Manier zum Fliessen gebracht.

Hervorragende Projektionen, gut gewählte Melodien und Töne, teils irritierend, Quälend und an die Grenzen des erträglichen gehend, aber schlüssig und spannend, konnte die Geschichte, so es eine war, nicht immer mithalten.

Allein bestehen könnte die Sequenz mit den Schaufensterpuppen und den sich daraus lösenden Körpern, sie war schlüssig und spannend.

Als Abschluß wünschte man sich die Szene, in der Jonas Koraiman mit seinem Freund eine Brücke aus Glassplittern zu Franz Kainrath baut, der als alter Mann vor den Scherben steht, die die Bruchstücke seines Lebens sind.

Oberösterreichische Nachrichten


Involution

  Szene1

  Szene2

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GYROKINESIS
WORKSHOP 1: 3.Mai 2014:  9.30-12.00, 13.00-15.30
/ 4.Mai 2014: 10.00-12.30, 13.30-16.00

WORKSHOP 2: 28./29.Juni 2014: 10.00-12.30, 13.30-16.00

Kosten: 120,-

Ort alle: RedSapata Tabakfabrik, Ludlgasse 19, 4020 Linz. www.redsapata.com

LAUFENDER KURS: montags, 17.15-18.30 Kosten: Einzelstunde 12,- , Zehnerblock 110,-



 

tanzhafen festival 2014:

Performance Day Lentos Kunstmuseum, 24.4.2014, 18.00 Uhr. Eintritt frei: "faszie. eine Werkschau "

Workshop Day AmarDas, 26.4.2014, 11.00-12.30 Uhr: "Dance of Air"

nähere Infos: www.redsapata.com



termine kunst:

ausstellung "TwinTown Art"

21.9.-28.10.2012
alpe-adria-galerie
theaterplatz 3
9020 klagenfurt