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2012-2014 „kunst am bau“: in zusammenarbeit mit franz durst


Designs für eine Wohnanlage Klagenfurt (Realisiertes Projekt, Fertigstellung 2014)
Visualisierungen: Franz Durst


2010 „kunst am bau“: in zusammenarbeit mit franz durst

Gymnasium:

Entwürfe für die Innengestaltung der Fadingerschule Linz (Gymnasium) Wettbewerbsbeitrag
Konzeption und künstlerische Gestaltung: Marina Koraiman & Franz Durst / Linz 2010

3D-Visualisierung: Moritz Benatzky


Volksschule:

Entwürfe für die Innengestaltung der Fadingerschule Linz (Volksschule) Wettbewerbsbeitrag
Konzeption und künstlerische Gestaltung: Marina Koraiman & Franz Durst / Linz 2010

3D-Visualisierung: Moritz Benatzky



2005/08 spiegelobjekt

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entwickelt für die Produktion "genius loci" 2005. Beim tanz_house_festival in Salzburg habe ich es als begehbare Installation vorgestellt. Die anfängliche Skepsis ob der spitzen Einzelteile wich sehr bald der lustvollen (Selbst-)Erfahrung von athmosphärischer Verflüssigung der eigenen Körperlichkeit. Einzelteile werden gedoppelt, räumlich verschoben, verschwinden, tauchen wieder auf... Das Spiegelobjekt bricht das gewohnte Raum-Zeit-Gefüge auf und läßt die Grenze zwischen Körper und Raum verschwimmen. Durch die Bewegung entsteht eine neue, komplexe, sinnlich erfahrbare Dimension.










Musik: Peter Androsch: Bellum Docet Omnia - Die Implosion der Werte. Wiener Fassung für großen Chor




Fotos: Rainer Kocher


1991  hut - hütte - behüten


Das mobile Haus.
Erkundung der Wechselwirkung von Bewegung und Umraum. Die Stellung / Haltung des Körpers bestimmt und verändert die Form des Hauses. Faktoren wie Gewicht, Wind, Widerstand, Ort, Untergrund, Kraft und Momentum spielen eine Rolle.
Inhaltliche Assoziationen: die erste Höhle, der runde Ur-Raum. Schutz. Durchlässigkeit
Material: Textil, Bambusreifen, Holz, Leder, Silk



Fotos: Judith Hamberger


1990 schuppenkostüme

Auseinandersetzung mit Ritterrüstungen. Das System der sich überlappenden Schuppenteile von Schulter, Knie und Hüfte wird auf den ganzen Körper umgelegt. Nicht Schutz und Starre sondern im Gegenteil Mobilität steht im Vordergrund, ebenso das visuelle Vergrößern der menschlichen Bewegung in den Raum:  die Schuppen machen den Bewegungsverlauf sichtbar vergleichbar einer umfallenden Dominostein-Reihe
Material: Textil, gestärkte Baumwolle, Molino, Bambusreifen




Fotos: Norbert Artner

Marina Koraiman

Das durchgägige Thema und Merkmal ihres Schaffen ist die Bewegung und somit auch die Veränderung. Natürlich vom Tanz und der körperlichen Bewegung beeinflußt, verstehen sich ihre kraftvollen Bilderreihen aber nicht als vordergründige, synästhetisch umgesetzte Sequenzen.
Zeichnen ist für Koraiman eine spontane Niederschrift innerer Empfindungen und totaler Selbstausdruck. Die Technik der Kohle- und Farbkreidezeichnung braucht keine Wartungs- und Trocknungszeiten und kommt somit in ihrer Unmittelbarkeit dem energetisch kraftvoll und gestisch angelegten, schöpferischen Prozeß entgegen. Stets nahe der Abstraktion verzichtet die Künstlerin nicht auf Assoziationen. Die Intensität und Dynamik von Form- und Farbgebung hat natürliche Vorbilder. Viele ihrer mehrteiligen Arbeiten sind vor Bäumen entstanden. Der Baum als Lebenssymbol schlechthin ist immer in Bewegung und vermittelt dennoch in der Ruhe die gespeicherte Zeit. Verzweigungen, Verästelungen, Robustheit und Zartheit: die äußere Form kommt immer aus dem Inneren und ist ein Wechselspiel von Zufall und Ordnung. Die entstandenen Einzelbilder werden dann wieder zu einem Gesamtbild zusammengefügt und ergeben ein eigenständiges Ganzes, das an einzelne Sequenzen einer Filmrolle erinnert und somit Bewegung in einer zweiten Bildebene reflektiert.
Ein zweites Themenfeld sind „Räume“. In diesen farbigen Arbeiten befasst sich Marina Koraiman mit der Trennung von Körper und Raum: Körperfragmente werden aufgeblasen und verschränken sich mit Farbräumen, in denen wiederum verdichtete Körper als geistige Einsprengsel schwimmen.
Einen  Schlüssel zum Verständnis der Kunst Marina Koraimans sind Erkenntnisse der modernen Physik und Biokommunikation, die nachhaltig faszinieren: Die Tatsache, dass Elektronenteilchen spontan aus der Leere entstehen und wieder verschwinden können, bedeutet eine paradoxe Annäherung von gleichzeitiger Leere und Fülle. Feste Materie löst sich beim Eindringen in den innersten Kern in Schwingung auf. Die Trennung zwischen Materie und Nichtmaterie kann also nicht mehr erhoben werden. Auf zellulärer Ebene findet Kommunikation statt, Materieteilchen treffen aus dem Feld der Möglichkeiten erst im Moment ihrer Entstehung die Entscheidung über ihre definitive Form. Körperlich gesehen liegen diese Erkenntnisse jenseits der menschlichen Erfahrung, geistig sind sie jedoch nachvollziehbar. Sie haben das Potential, unser Verständnis von Bewußtsein und Kommunikation zu revolutionieren.

Andreas Strohhammer, Lentos Museum




Über meine Arbeit

 

Das Merkmal und durchgängige Thema meiner Arbeit ist die Bewegung und damit die Veränderung.
Bewegung wird am deutlichsten im Zusammenhang mit Stillstand sichtbar.
In einer Welt, in der wir von bewegten Bildern umgeben sind, wird es u.a. zur Maxime der elektronischen (bewegten) Kunst und des Animationsfilms, Bewegung zu simulieren, genauer: menschliche oder auch organische Bewegung.
Meiner Meinung nach entsteht Bewegung aus dem Atem und wird durch ihn gespeist und charakterisiert. Körper werden gehalten durch Muskelkraft und die sie umgebende Luft.
Das zeichnerische Unterfangen, Bewegung zu erforschen, kommt einem Sezierprozeß gleich: Äußere Schichten werden abgetragen, um den Bewegungsimpuls zu finden vergleichbar der Suche nach dem kleinsten physikalischen Teichen.
Basis meines künstlerischen Weges sind Hunderte und Tausende von Akt-und Bewegungsstudien. Dabei wurde einerseits in einem eng gesteckten zeitlichen Rahmen, der bis zu 2- und 1-Minuten-Stellungen reduziert war, auf schnelles Erfassen Wert gelegt und andererseits in 20minütigen superlangsamen Bewegungs-loops die Wahrnehmung geschult. Dabei entstand zwangsläufig die Frage, was man nun zeichnet: den Körper in verschiedenen Stellungen oder die Bewegung.
Ich habe also grundsätzlich gelernt, Körper und Bewegung voneinander zu trennen, und Bewegung genaugenommen als eine unsichtbare und daher schwer faßbare Größe wahrzunehmen. Jenseits dieser Wahrnehmungsschwelle existieren viele Versuche auf wissenschaftlicher Ebene, die Essenz des Lebens zu finden und Bewegungen nachzuvollziehen. Hier gibt die Beschäftigung mit Mikrokosmos, Quantenphysik und Biokommunikation entscheidende Anstöße.
Die Erkenntnis der Modernen Physik, dass Elektronenteilchen spontan aus der Leere entstehen und wieder in sie verschwinden können, übt eine nachhaltige Faszination auf mich aus, weil sie dem Paradoxon von gleichzeitiger Leere und Fülle nahekommt. Feste Materie löst sich beim Eindringen in den innersten Kern in Schwingung auf. Die Trennung zwischen Materie und Nichtmaterie kann nicht mehr erhoben werden. Auf zellulärer Ebene findet Kommunikation statt, Materieteilchen treffen aus dem Feld der Möglichkeiten erst im Moment ihrer Entstehung die Entscheidung über ihre definitive Form. Körperlich gesehen liegen diese Erkenntnisse jenseits der menschlichen Erfahrung, geistig sind sie jedoch nachvollziehbar. Sie haben das Potential, unser Verständnis von Bewußtsein und Kommunikation zu revolutionieren.
Aus letztlich nicht genau erklärbaren Gründen hat Zeichnung für mich die Funktion eines Rituals, der Verbindung von äußeren/sichtbaren und inneren/unsichtbaren Welten.

Zum Thema Mehrteiligkeit -Energetische Zustände

Meine mehrteiligen Arbeiten behandeln als konkreten Ausgangspunkt zumeist Bäume oder Körper verstanden als vielschichtiges Konglomerat von miteinander verschränkten Ebenen (physisch, psychisch, geistig, spirituell).
Bäume sind mit ihrer Geschichte und ihren sichtbaren sowie unsichtbaren Teilen ein Symbol des Lebens und vermitteln, obgleich sie ständig in Bewegung sind, in ihrer Ruhe gespeicherte Zeit. Ohne den Anspruch auf Vollständigkeit erheben zu wollen, spiegeln die Einzelzeichnungen die Kommunikation zwischen Zeichner und Baum mit sich im jeweiligen Moment darstellenden Details wider: Verzweigungen, Verästelungen, Dichte, Zartheit, Zwischenräume etc.
Der Prozeß des Zusammensetzens dauert zumeist länger als das Zeichnen selbst. Über die Jahre auffallend ist, dass es immer eine innere Ordnung gibt, die es erst herauszufinden gilt. Der lineare Zeitablauf des Zeichenprozesses wird auch immer eingehalten, verläuft jedoch unterschiedlich in Spiralen- oder Schneckenform oder in waagrechten bzw. senkrechten S-Linien. Die äußere Form entwickelt sich aus der Inneren. Manchmal müssen viele Einzelbilder verschmissen werden, manchmal wenige bis gar keines. Am Ende dieses Prozesses von Zufall und Ordnung steht die Kommmunikation aller Einzelteile miteinander bis sich ein Ganzes ergibt.
Das Gesamtbild wirkt dann oft wie ein in sich gebrochener und perspektivisch verschränkter Spiegel.
Oder aber, vor allem in den letzten Arbeiten, wie eine Filmrolle. Der Prozeß des Sehens wird aufgesplittert in seine Einzelteile und am Ende anders wieder zusammengefügt, und zwar zyklisch anstatt linear. Die Stoßkanten der Einzelzeichnungen haben dabei eine ähnliche Funktion wie der Raum zwischen einzelnen Filmkadern. Hier ist auch der Ort, wo Bewegung im Sinne von Veränderung passiert, also zwischen den Bildern. Bewegte Bilder machen sich die Trägheit des Auges zu Nutze. Im Ablauf der Zeit verschmelzen die Einzelbilder im Gehirn zu einem Film. Beim Zeichnen geschieht ein Umkehrprozeß. Die Zeit wird in kleine und kleinste Minieinheiten aufgesplittert. Die zyklische Zusammenstellung der Einzelteile bewirkt eine musikalische Bildeinheit.                                                                                     
(m.k.2007)

Des Zeichners Traum

Der Traum handelte von der Ewigkeit und also vom Tod. Doch es waren keine Bilder, die der Zeichner träumte. Es war ein Gefühl, es waren keine Worte.
Es gab keine Menschenwege, es gab Flußläufe, Tierfährten. Die Vögel mieden feindselige Gipfel; sie nützten Pässe, Furten, Sättel im Gestein und selbstverständlich auch den Wind.
Ach ja: der Zeichner hatte die die Waldung vor Einbruch der Dämmerung verlassen und sich dann auf die Klippen gelegt, um die Nacht nah am Wasser zu verbringen.
Der Traum, den er in jener Nacht des Traumes träumte, handelte von der Ewigkeit und also vom Leben.
In der Früh saß er im steten Wind, der landeinwärts blies und wußte mit einemmal, dass er kein Werkzeug besaß, mit dem er gegen die Welt hätte antreten können.
Und so nahm er Stift, Papier und ging daran, sie neu zu zeichnen, seine Welt.
Und sie gelang.
(n.n.)

personal statement

Zeichnung ist für mich das direkteste Mittel, die Wirklichkeit des gegenwärtigen Moments zu erfassen und umzusetzen. Zeichnung erlaubt mir während dem Prozess unmittelbar im Papier zu sein. Bei den kleinen Arbeiten schafft Farbe Raum und Horizont in dem sich das energetische Körperzeichen graphisch entwickelt; wie geronnene Zeit. Das Papier wird als Raumeinheit begriffen. Demgegenüber unterliegen die grossformatigen Arbeiten dem Versuch einen Raum zu bewerkstelligen mit der Intention mehr Dimension wahrnehmbar zu machen. In der zeichnerischen Form verdichtet sich meine Erfahrung von Körper, Bewegung und Energie im (vormals verzweifelten – inzwischen lustvollen) Bestreben, den Kern des Lebendigen zu erreichen.
(m.k.1997)


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über mich über meine arbeit mein tanz meine bilder

Uber Michkontakt:

marina koraiman
semmelweisstrasse 41
4020 linz
mob:  +43 664 3014728
email:
<marinakoraiman@gmx.at>

 

marina
GYROKINESIS
WORKSHOP 1: 3.Mai 2014:  9.30-12.00, 13.00-15.30
/ 4.Mai 2014: 10.00-12.30, 13.30-16.00

WORKSHOP 2: 28./29.Juni 2014: 10.00-12.30, 13.30-16.00

Kosten: 120,-

Ort alle: RedSapata Tabakfabrik, Ludlgasse 19, 4020 Linz. www.redsapata.com

LAUFENDER KURS: montags, 17.15-18.30 Kosten: Einzelstunde 12,- , Zehnerblock 110,-



 

tanzhafen festival 2014:

Performance Day Lentos Kunstmuseum, 24.4.2014, 18.00 Uhr. Eintritt frei: "faszie. eine Werkschau "

Workshop Day AmarDas, 26.4.2014, 11.00-12.30 Uhr: "Dance of Air"

nähere Infos: www.redsapata.com



termine kunst:

ausstellung "TwinTown Art"

21.9.-28.10.2012
alpe-adria-galerie
theaterplatz 3
9020 klagenfurt