Akte & Studien
Körper versus Bewegung

Basis meines künstlerischen Weges sind Hunderte und Tausende von Akt-und Bewegungsstudien. Dabei wurde einerseits in einem eng gesteckten zeitlichen Rahmen, der bis zu 2- und 1-Minuten-Stellungen reduziert war, auf schnelles Erfassen Wert gelegt und andererseits in 20minütigen superlangsamen Bewegungs-loops die Wahrnehmung geschult. Dabei entstand zwangsläufig die Frage, was man nun zeichnet: den Körper in verschiedenen Stellungen oder die Bewegung.

Ich habe also grundsätzlich gelernt, Körper und Bewegung voneinander zu trennen und Bewegung als eine per se unsichtbare und daher schwer fassbare Größe wahrzunehmen.

Das zeichnerische Unterfangen, Bewegung zu erforschen, kommt einem Sezierprozeß gleich: Äußere Schichten werden abgetragen, um den Bewegungsimpuls zu finden vergleichbar der Suche nach dem kleinsten physikalischen Teichen.


Choreografische Notationen
Die Choreografischen Notationen

sind das Verbindungsglied zwischen zeichnerischer und tänzerischer Ausdrucksweise. Auf der Suche nach einer eigenständigen Körper- und Bewegungssprache halten sie die choreografischen  Abläufe meiner Inszenierungen in Heften und Skizzenbüchern fest. Sie schaffen Klarheit beim Denken und Memorieren  von Bewegung (anstelle der Videokamera).

Div.Frühe Arbeiten

Die Kunst ist nur ein Mittel, um zu sehen. Was ich auch anschaue, es greift über mich hinaus und verwundert mich, und ich weiß nicht genau, was ich sehe; es ist zu vielschichtig.
Dann muss man versuchen, einfach zu kopieren, um etwas Klarheit zu gewinnen, was man sieht. Das ist es, was mich zum Tun veranlasst – als ob man tatsächlich soweit kommen könnte, den Kern des Lebens zu verstehen.
-Alberto Giacometti-